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Baubeginn auf März 2020 verschoben

SV Schierstein 1913 e.V.
Veröffentlicht von in Kunstrasen · 13 Januar 2019
Der Umbau des Schiersteiner Sportplatzes Saareck in ein Kunstrasenspielfeld verzögert sich und wird teurer als ursprünglich geplant. Mit dieser Nachricht überraschte der städtische Sportamtsleiter Karsten Schütze beim Neujahrstreffen des Kreisfußballausschusses am Montagabend in Dotzheim.
Erste Bodenproben hatten ergeben, dass sich sehr dicht unter der Rotgrant-Decke eine Felsschicht befindet. "Möglich, dass wir für die Verlegung der neuen Dränage in den Fels ritzen müssen", sagt Schütze. "Es steht noch nicht 100-prozentig fest, aber es sieht danach aus".
Noch schwerer wiegt das Wasserableitungssystem. Das hebt derzeit das Wasser aus dem "Loch", wie der Sportplatz von Wiesbadens Fußballern schon immer genannt wurde, auf das Niveau der Saarbrücker Alle, wo es vom öffentlichen Netz aufgenommen wird.
Die Hoffnung des Sportamts, das alte System nutzen zu können, macht eine erst wenige Jahre alte Neuregelung zunichte. Die Entsorgungsbetriebe ELW teilten mit, Abwasser und Regenwasser müssten getrennt abgeführt werden. "Wir brauchen also zwei Leitungen", berichtet Schütze. Um für die Neuanlage ein "Entwässerungsgesuch" zu stellen, brauche man einen Fachmann, der erst noch zu beauftragen ist. Das Gesuch werde dann wie ein Bauantrag behandelt, müsse geprüft und genehmigt werden. "Bis das soweit ist, sind wir schon im Herbst", sieht Schütze den Zeitplan durcheinandergewirbelt.
Für Kleinspielfeld und Skaterbahn reicht Geld nicht
Der Amtsleiter will nun mit den Vereinen sprechen, um Einigung darüber zu erzielen, dass es dann sinnvoller sei, mit der Baumaßnahme erst im März 2020 zu beginnen. Im Winter einen Kunstrasen zu verlegen, birgt erhebliche Risiken. "Um die elastische Tragschicht aufzubringen, brauchen wir beständige Temperaturen von mindestens fünf Grad plus".
Natürlich steigen durch die Probleme mit dem Untergrund und der Notwendigkeit eines neuen Wasser-Ableitungssystems auch die Kosten."Mit der veranschlagten Million kommen wir normalerweise gut hin", sagt Schütze. Unter den veränderten Umständen reiche die indes wohl gerade für den Fußballplatz mit den nötigen Pflasterungen rundum und den Stehplatzstufen. Die anderen geplanten Maßnahmen, "das zusätzliche Kleinspielfeld mit besserer Wegeverbindung und Parkplatzanlage würden nun aber den Rahmen sprengen". Das gilt auch für eine Skateranlage, die auf dem Wunschzettel des Jugendbeauftragten im Ortsbeirat, Thomas Mahler (Grüne), ganz oben steht. Aktuell sieht der Sportamtsleiter nur die Möglichkeit, den Platz dafür zur Verfügung zu stellen.
Schütze wird die neue Situationden Stadtverordneten in der März-Sitzung des Sportausschusses darlegen: Dann haben wir mehr Erkenntnisse und verlässliche Zahlen", erklärte er dem Ausschussvorsitzenden Rainer Pfeifer beim Treffen der Fußballer.
Auswirkungen auf das Abarbeiten der beschlossenen Prioritätenliste habe die veränderte Situation am Saareck nicht, versichert der Sportamtsleiter. Das heißt, im Rahmen des Doppelhaushalts 20/21 wird der Platz in Kloppenheim zum Kunstrasen. Eine Begutachtung älterer Kunstrasenanlagen habe zudem gezeigt, dass man mit dem bisherigen Sanierungsrhytmus nicht hinkomme. "Wir haben eine Reihe von Plätzen, die zwischen 15 und 18 Jahre auf dem Buckel haben und nun dringend einer neuen Auflage bedürfen. Dazu brauchen wir einfach mehr Geld".
Quelle: Wiesbadener Kurier


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Update: 08.09.2019
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